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Steuerparadies El Salvador? Regierung will ausländische Investoren incentivieren

El Salvador. (Foto: Useacoin / shutterstock)

El Salvador hat vergangene Woche Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel eingeführt – als erstes Land überhaupt. Und damit nicht genug: Der Staat hat nun bekannt gegeben, ausländische Investoren von der Steuer auf ihre Bitcoin-Gewinne zu befreien.

Am vergangenen Dienstag, den 7. September 2021, hat El Salvador als erstes Land der Welt Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel eingeführt und damit alle lokalen Händler verpflichtet, BTC zu akzeptieren. In Zusammenarbeit mit globalen Unternehmen wie der Kryptobörse Bitso und der Silvergate Bank führte der zentralamerikanische Staat die offizielle BTC-Wallet Chivo ein, die es den Nutzern ermöglichen soll, BTC-Transaktionen in US-Dollar umzuwandeln oder an einem speziellen Geldautomaten abzuheben – und das alles, ohne dass Transaktionsgebühren anfallen.

Die Chivo-Wallet musste am Einführungstag vorübergehend wegen Wartungsarbeiten abgeschaltet werden. Laut mehreren Berichten in den sozialen Medien soll es aber angeblich immer noch Probleme bei der Nutzung geben – eine der Startschwierigkeiten, die El Salvadors Bitcoin-Move gleich zu Beginn massive Kritik einbrachte.

Steuerparadies El Salvador?

„Wenn eine Person Vermögen in Bitcoin hat und hohe Gewinne macht, wird keine Steuer fällig.“

So die Aussage von Javier Argueta, Rechtsberater des Präsidenten Nayib Bukele. Eine Entwicklung, die vor allem Unternehmern und Investoren einen weiteren Anreiz bieten soll, ihre Geschäfte in das zentralamerikanische Land zu verlagern.  

Er wies auch darauf hin, dass die Regierung aktiv Bitcoin-Transaktionen auf El Salvadors offiziellem BTC-Wallet Chivo verfolgen werde, um die potenziell illegale Nutzung der Kryptowährung zu unterbinden.

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Laut Argueta würde die Chivo-Wallet auch vorübergehend Bitcoin-Transaktionen auf der Anwendung stoppen, wenn der Preis der Kryptowährung vor dem Zusammenbruch stehe – so sollen die Auswirkungen extremer Volatilität oder Preisschwankungen minimiert werden.

El Salvador als Wegbereiter?

Sollte El Salvadors Bitcoin-Move die Anfangszeit ohne weitere große Probleme überstehen, könnte das große Wellen, vor allem in anderen südamerikanischen Ländern, schlagen. So könnte Panama der nächste Staat sein, der Kryptowährungen legalisiert, da der dortige Kongress derzeit einen Gesetzentwurf zu verabschieden versucht, der Bitcoin und Altcoins zu akzeptierten Zahlungsoptionen in allen Bereichen seiner Wirtschaft machen würde.

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